Eine Chemotherapie kann Leben retten.

Aber sie kann auch unfruchtbar machen. Deshalb gibt's für Jugendliche und Erwachsene die Möglichkeit, sich vor der Chemo Ei- oder Samenzellen entnehmen zu lassen, um sie für später einzufrieren. Vor der Pubertät geht das aber nicht.

Jetzt machen Nachrichten aus Belgien Hoffnung: Dort entnehmen Mediziner der Freien Uni Brüssel seit rund 20 Jahren bei Jungen vor einer Chemotherapie Hodengewebe. Das enthält noch keine Spermien, aber Vorläuferzellen. Bei einem ersten Patienten wurde das Hodengewebe jetzt wieder eingepflanzt und die Forschenden berichten: Nach einem Jahr in seinem Körper produzieren zwei der vier Transplantate tatsächlich Spermien.

Ob damit wirklich Eizellen befruchtet werden können, ist unklar. Und die Ergebnisse müssen auch noch von anderen Forschenden geprüft werden. Ein britischer Experte hat der Zeitung Guardian schon gesagt, dass das Konzept offenbar grundsätzlich erfolgversprechend ist.