Eine internationale Studie unter Leitung der Uni Würzburg zeigt: Wenn Eichen zu stark von Raupen angefressen werden, dann treiben sie im nächsten Frühling später aus. Dabei geht es nur um drei Tage. Aber das reicht schon, damit die Raupen deutlich schlechtere Überlebenschancen haben. Die Insekten haben Ihr Leben nämlich nach dem Rhythmus der Bäume ausgerichtet und brauchen schon direkt nach dem Schlüpfen Blätter, die sie fressen können.
Für die Eichen geht die Strategie auf: Wenn sie später austreiben, sind - verglichen mit dem Vorjahr - weniger als halb so viele Blätter angefressen. Einer der Forschenden sagt, dass diese neue Erkenntnis unser Wissen über den Frühlingsbeginn im Wald grundlegend verändert. Das Austreiben der Bäume orientiert sich nicht bloß passiv am Wetter, sondern passt sich flexibel an mögliche Gefahren an.
