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Im Fußball sind Videozeitlupen vielleicht nicht das beste Mittel für Schiedsrichter, wenn sie über Fouls entscheiden müssen.

Das sagt der Hauptautor einer Studie im Fachjournal Cognitive Research: Principles and Implications. Bei dem Experiment bekamen 88 europäische Top-Schiris Videos von Fouls zu sehen - einmal in Normaltempo und einmal in Zeitlupe. Die Geschwindigkeit des Videos spielte keine Rolle dabei, ob die Schiris auf Foul entschieden. Bei Zeitlupen-Videos zückten sie aber häufiger die Rote Karte. 

Deutschlandfunk Nova-Autorin Kerstin Ruskowski
"Wenn dann darum geht, das Verhalten und die Intention des foulenden Spielers zu beurteilen eignet sich ein Videobeweis in Zeitlupe aus Sicht der Forscher eher nicht. Deswegen fordern sie, dass ganz klare Richtlinien verabschiedet werden sollten, was genau per Videobeweis geklärt werden soll."

Die Forscher sagen, dass die Zeitlupe Fouls schlimmer aussehen lässt. Die Fußballverbände sollten über Konsequenzen der Studie nachdenken, was Regeln für den Videobeweis beim Fußball angeht.