Für das Ökosystem innerhalb eines Sees ist es wichtig, dass sich sein Wasser ordentlich durchmischt und Sauerstoff so auch in die tiefen Schichten gelangt.

Im Gardasee im Norden Italiens ist das nun erstmals seit 20 Jahren wieder passiert.

Anfang April gelangte sauerstoffreiches Wasser von der Seeoberfläche bis an den Grund in 270 Meter Tiefe. Der Sauerstoffgehalt ist dort um etwa ein Drittel gestiegen. Im Gegenzug stieg nährstoffreiches Tiefenwasser nach oben. Das zeigen Daten der regionalen Umweltschutzbehörde. Ein kräftiger Wind aus Richtung Norden sorgte für die Durchmischung im Gardasee.

Im Zuge des Klimawandels wird es seltener vorkommen, dass sich Seen vollständig durchmischen, befürchten Forschende. Denn damit das oberflächennahe Wasser zum Grund sinkt, muss es sich im Winter stark genug abkühlen.

Das Wasser im größten deutschen See, dem Bodensee, hat sich diesen Winter nicht vollständig vermischt, das achte Jahr in Folge.