So tickt offenbar auch das Gehirn beim Abspeichern von Erinnerungen. Ein Forschungsteam von der Uni Basel hat bei Mäusen herausgefunden, dass Erlebnisse in deren Gehirn in mindestens drei Kopien gespeichert werden - und zwar in unterschiedlichen Nervenzellen. Die sind dann auch unterschiedlich zugänglich beim Erinnern. So gibt es eine Erinnerungs-Kopie, die kurz nach dem Erlebnis sehr stark ist und auch noch angepasst werden kann. Dann gibt es aber auch eine Erinnerungs-Kopie, die erst mit größerem Zeitabstand zugänglich wird, aber dann fix ist. Und es gibt noch mindestens eine Variante zwischen beidem.
Für das Team der Studie im Fachjournal Science zeigt das System, wie flexibel das Gehirn mit dem Gedächtnis umgehen kann. Die Forschenden hoffen: Wenn man die Details der verschiedenen Erinnerungs-Kopien besser versteht, könnte es auch möglich werden, die Erinnerung an traumatische Erlebnisse abzumildern.