Wir hasten durch Supermärkte, nehmen die Selbstbedienungskasse, oder bleiben gleich ganz zu Hause und lassen uns die Lebensmittel liefern. So sieht es in vielen Ländern aus. Eine Frau aus Tokio will gegensteuern - und den Einkauf wieder persönlicher machen.
Dreimal die Woche läuft sie mit ihrem kleinen rosafarbenen Anhänger durch Tokios Straßen und verkauft vor allem Tofu. Dabei nimmt sie sich viel Zeit für ihre Kundinnen und Kunden und hört sich deren Alltags-Geschichten und Sorgen an.
Die Verkäuferin sieht sich auch eine Art Sozialhelferin. Sie hat der Nachrichtenagentur AP erklärt, dass sie gezielt zu älteren Menschen geht. Viele von ihnen hätten niemanden mehr.
Und sie sagt, dass sie bei ihren Runden auch auf Warnsignale achtet: Bei vollen Briefkästen oder Wäsche, die nicht reingeholt wird, schaut sie persönlich nach, ob noch alles in Ordnung ist.
