Viele Ameisen-Arten haben geniale Methoden, um sich selbst zu heilen.
Eine weitere dieser Methoden hat ein Forschungsteam bei den afrikanischen Metabale-Ameisen gefunden. Die haben ein ganz schön hohes Verletzungsrisiko, denn sie überfallen regelmäßig Termiten-Stämme.
Bei den Kämpfen gegen ihre Beute verlieren sie auch schonmal ein Bein, und solche Verletzungen könne sich schnell entzünden. Aber die Metabale-Ameisen kümmern sich so gut um ihre Verletzten, dass sie selbst solche Wunden überleben.
Anderer Körpergeruch ruft Hilfe
Die Forschenden fanden heraus, dass die Sanitäter-Ameisen sogar einen eigenen Antibiotika-Cocktail herstellen, und zwar in speziellen Drüsen. Den tragen sie auf die Wunde der verletzten Artgenossin auf, und verhindern so, dass sich Keime ausbreiten.
Außerdem haben die Metabale-Ameisen laut den Forschenden einen Notruf-Mechanismus. Wenn sie verletzt werden, können sie nämlich ihren Körpergeruch verändern und so Hilfe herbeirufen.
Die Forschenden hoffen, dass ihre Ergebnisse auch helfen könnten, neue Wirkstoffe gegen Krankenhauskeime zu finden. Diese Bakterien sind nämlich die gleichen, die auch die Ameisenwunden befallen.
