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Eine fremde Sprache zu lernen ist für Kinder ziemlich leicht und fällt Erwachsenen zunehmend schwer.

Warum das so ist, haben zwei Forscher aus den USA genauer untersucht. Sie haben mit mehreren Erwachsenen, die wegen einer Erkrankung Elektroden ins Hirn gesetzt bekommen hatten, Tests gemacht. Die zehn US-Amerikaner sollten die Klänge von Mandarin hören und verstehen lernen.

Beim Lernen zeigte sich, dass es nach gut laufenden Phasen auch immer wieder Rückschläge gab. Das war auch bei den Hirn-Messungen zu sehen. Im Bereich, der für Sprache zuständig ist, gab es in einigen Regionen mehr Aktivitäten, in anderen weniger.

Zwischen Offenheit und Eigenschutz

Die Forscher erklären sich das so, dass das Gehirn ein Gleichgewicht sucht: Einerseits will es das schon bekannte Sprachsystem erhalten, andererseits will es offen sein für die neue Sprache, das neue System.

Bei Erwachsenen hat sich die Muttersprache verfestigt und stabilisiert. Der Aufwand, Neuronen neu zu programmieren und zusammenzuschließen für eine neue Sprache, ist deshalb dann im Erwachsenengehirn offenbar größer als im Kinderhirn.