Eine Katze, ein Vogel, ein Quietscheentchen - das waren die Bilder, die Forschende des Trinity Colleges in Dublin den Testbabys gezeigt haben.

Mehr als 100 gerade mal zwei Monate alte Kinder bekamen die bunten Bilder zu sehen, während ihr Gehirn per Magnetresonanztomographie (MRT) gescannt wurde. Anschließend wurden die Ergebnisse mithilfe von KI ausgewertet.

Dabei zeigte sich, dass schon die kleinen Säuglinge diese Bilder erkennen und zuordnen können. Das heißt, dass ihr Gehirn schon dabei ist, Strukturen zu entwickeln, von denen man bisher dachte, dass sie erst später dazukommen.

Netzwerk statt Baum

Es gibt also keine Hierarchie - wie bei einem Baum, wo man erst die Wurzeln braucht, dann den Stamm, dann die Äste und Blätter. Sondern das Gehirn wächst eher wie ein Netzwerk, das sich an verschiedenen Punkten gleichzeitig entwickelt.

Eine der Forscherinnen sagt, dass Babys viel schneller lernen als heutige KI-Modelle - wenn man besser versteht, wie sie das tun, kann man auch effizientere KI-Modelle entwickeln.