8000 Jahre alte Genmutation erklärt Anpassung an große Höhen
Jetzt haben Forscher möglicherweise den Schlüssel für diese besondere Fähigkeit entdeckt. Laut einer Studie im Fachmagazin "Nature Genetics" könnte eine 8.000 Jahre alte Genmutation dafür verantwortlich sein. Demnach hilft eine einzelne Veränderung in einem DNA-Basenpaar den Tibetern dabei, sich an den niedrigen Sauerstoffgehalt anzupassen.
Die Wissenschaftler haben jahrelang daran gearbeitet, die tibetische DNA zu entziffern. Schließlich entdeckten sie, dass vor etwa 8.000 Jahren das Gen EGLN1 von einem einzigen DNA-Basenpaar verändert wurde. Heute haben gut 88 % der Tibeter diese genetische Veränderung. Sie verhindert, dass ihr Blut durch den Mangel an Sauerstoff überreagiert und zu dickflüssig wird.
Die Forscher schreiben, dass die Ergebnisse dabei helfen könnten, die menschliche Evolution besser zu verstehen.
