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Insekten könnten Nutzpflanzen widerstandsfähiger gegen Dürre und Erreger machen, sie könnten möglicherweise aber auch als Biowaffen benutzt werden.

Ein Forschungsprojekt aus den USA hat Insekten wie Kleinzikaden oder Blattläuse mit einem Pflanzenvirus infiziert, das genetisch verändert wurde. In der Natur übertragen die Insekten das manipulierte Virus dann auf die Pflanzen und ändern so deren Chromosomen. Auf die Weise soll man auf Probleme reagieren können, wenn die Pflanzen schon auf den Feldern wachsen. Gefördert wird das Projekt von der Defense Advanced Research Projects Agency - einer Behörde des US-Verteidigungsministeriums, die auch Projekte für die Streitkräfte der Vereinigten Staaten fördert.

Forscher warnen vor biologischer Kriegsführung

Im Fachmagazin Science warnen Forscher jetzt davor, dass diese Methode zur biologischen Kriegsführung missbraucht werden könnte - etwa, um Felder zu zerstören. Beispielsweise macht es die Forscher stutzig, warum Insekten statt gezielt einsetzbarer Spray-Systeme verwendet werden sollen. Das würde ihrer Meinung nach nur in bewaffneten Konflikten Sinn machen, weil Pflanzen dort mit Insekten verdeckt angegriffen werden könnten.

Sie fordern, dass Ethiker, Naturwissenschaftler und Juristen die Chancen und Gefahren der Methode in einer öffentlichen Diskussion abwägen sollten.