Die Erdkruste und mit ihr die verschiedenen Erdplatten schwimmen auf dem darunter liegenden Erdmantel.

Wenn sie aneinander vorbeireiben, entstehen Erdbeben - wenn die Platten aufeinander prallen, türmen sich Gebirge auf. Bisher dachte man, dass sich auch der Erdmantel bewegt. Jetzt haben Forschende aber etwas entdeckt, was nicht zu dieser Annahme passt. Sie haben auf der Osterinsel im Pazifik Lavagestein gefunden, das 165 Millionen Jahre alt ist. Das dürfte es dort aber gar nicht geben, denn seitdem ist die Erdplatte, auf der die Osterinsel damals lag, abgedriftet. Dabei hätte sie nach bisherigen Annahmen auch die Magmasäule mitreißen müssen, die unter der Osterinsel im Erdmantel liegt - also die Magmasäule aus der das Lavagestein stammt. Stattdessen blieb sie offenbar seit mindestens 165 Millionen Jahren dort und hat weiterhin uraltes Gestein nach oben gespült. Deshalb glauben die Forschenden, dass sich der Erdmantel wenn überhaupt, dann zumindest viel langsamer bewegt als bisher angenommen. Hinweise darauf haben auch Gesteinsfunde auf den Galapagos-Inseln und in Neuguinea geliefert.