Erdbeben haben für Menschen und Tiere meistens verheerende Folgen, aber sie haben in der Erdgeschichte auch schon viel Schönes hervorgebracht - Goldklumpen zum Beispiel.

Dafür hat ein Forschungsteam aus Australien Belege gefunden. Es hat sich mit dem Rätsel befasst, wie mehrere Kilo schwere Goldnuggets entstehen können. Denn in den tief liegenden Quarz-Schichten, in denen die meisten großen Goldklumpen gefunden wurden, dürften sich nach der gängigen Theorie eigentlich nur dünne Gold-Adern bilden. Diese Theorie besagt, dass kleine Mengen Gold in Wasser gelöst waren, die sich dann an bestimmten Stellen abgelagert haben. Für größere Goldnuggets wäre unwahrscheinlich viel Wasser nötig gewesen - für einen zehn Kilo schweren Klumpen laut den Forschenden ungefähr fünf 50-Meter-Schwimmbecken. Die Fachleute vermuten, dass die Goldklumpen durch eine bestimmte Eigenschaft von Quarz entstehen. Laborversuche zeigten: Wenn man Quarz unter Druck setzt oder verbiegt, entsteht eine elektrische Spannung in dem Mineral. Und diese Spannung sorgt dafür, dass sich schnell wachsende Goldkristalle an der Quarz-Oberfläche bilden. Die Forschenden sagen: für den nötigen Druck im Quarz haben wahrscheinlich Erdbeben gesorgt.