In der Natur gibt es Oberflächen - etwa Blätter - die, wenn sie wachsen, irgendwann anfangen, komplexe Muster zu entwickeln - mit Dellen und Falten.
Ein Forschungsteam aus Israel wollte wissen, warum sie das tun. Es hat den Prozess mathematisch untersucht - auch mit Computersimulationen. Dabei haben die Forschenden festgestellt: Das ist kein Fehler, sondern dahinter steckt ein bisher unbekanntes Geometrie-Gesetz.
Das Team schreibt in seiner Studie, dass es sich um eine Art von "geometrischer Frustration" handelt. Das heißt: Auch wenn das Material perfekt gemacht ist, gibt es einen Punkt, an dem die wachsende Oberfläche nicht mehr glatt bleiben kann - und dann beginnt sie, Falten zu werfen.
Die Entdeckung erklärt laut den Forschenden, wie bestimmte Formen in der Natur entstehen. Sie könnte helfen, intelligentere Materialien zu entwerfen - etwa für Roboter oder in der Medizin.
