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Wieviel Droge steckt in Drogen?

Das wollen Wissenschaftler aus Frankfurt wissen und nehmen deshalb Proben, direkt bei den Konsumenten. In einem Raum in der Nähe des Bahnhofs, wo sich Junkies ihren Schuss setzen dürfen oder Crack rauchen, sammeln Mitarbeiter die Verpackungen und Spritzen ein und schicken sie ins Labor. Bundesweit ist es das erste Mal, dass die Drogen der Konsumenten systematisch untersucht werden und nicht nur größere Funde des Zolls. Sonst werden kleine Mengen, die die Polizei sicherstellt, direkt vernichtet.

Erste Ergebnisse dieses "Substanzmonitorings" liegen jetzt vor. Im Heroin zum Beispiel steckte nur noch wenig Heroin: Von 165 untersuchten Proben lag der Wirkstoffgehalt im Mittel bei neun Prozent. Im Großhandel wird laut Experten dagegen noch von 45 Prozent ausgegangen, auf der untersten Handelsebene eigentlich von rund 20 Prozent.

Die Drogen werden auf dem Weg zum Endverbraucher immer wieder gestreckt, zum Beispiel mit Koffein oder Paracetamol. Zum Teil wurde auch das hochgefährliche Schmerzmittel Fentanyl gefunden.