Der Geruchssinn ist in den Jahrtausenden der Entwicklung wohl zu großen Teilen verloren gegangen. Eine Studie aus China im Fachmagazin Cell Reports gibt Hinweise darauf, dass nicht alle Menschen gleich schlecht riechen.
Die Forschenden haben Menschen einer indigenen Gruppe in Malaysia untersucht, die als Jäger und Sammler leben. Genvergleiche mit anderen Menschen zeigten: Bei ihnen haben weniger Mutationen die Gene beeinflusst, die für den Geruchssinn verantwortlich sind. Bei den Indigenen sind auch alte Gene für den Geruchsinn erhalten, die es bei anderen gar nicht mehr gibt. Laut Forschenden können die Menschen der Gruppe gut erdig, fruchtig und kräuterartig riechen – Düfte des Regenwalds.
Allerdings sind die Gene nur bei den Jägern und Sammlern der indigenen Gruppe erhalten geblieben. Menschen, die mit Landwirtschaft sesshaft geworden sind, riechen auch da genauso schlecht wie wir.
