Als Geburtsstunde des demokratischen Europas gilt der erste Perserkrieg -

um 490 vor unserer Zeitrechnung hat Griechenland eine Invasion des Persischen Reichs abgewehrt. Eine Studie der Uni Innsbruck kritisiert die Sicht als einseitig, denn bis heute gebe es eigentlich nur eine Quelle dazu: Den griechischen Geschichtsschreiber Herodot. Er hat damit bis heute währende Gegensätze wie "Ost und West" oder "Demokratie gegen Despotismus" geprägt.

Das Problem: Herodot hat über diesen Perserkrieg erst Jahrzehnte später geschrieben - zu Zeiten, als Athen im Peloponnesischen Krieg selbst brutal und imperialistisch gegen andere europäische Mächte wie Sparta, vorging. Die freiheitlichen Rechte, die Athen also angeblich verteidigt hatte, hat es selbst anderen griechischen Gruppen entzogen.

Die Forschenden sagen: Herodot hat Geschichte unter dem Eindruck seiner Gegenwart geschrieben und die prägt bis heute unsere Sicht auf Europa.