Es ist aber unklar, warum Frauen und Männer unterschiedlich oft betroffen sind und anders auf Therapien ansprechen. Eine Studie im Fachjournal PNAS zeigt jetzt an Mäusen, dass sich ein frühes Trauma je nach Geschlecht völlig unterschiedlich auf Gehirn und Verhalten auswirkt.
Während gestresste Männchen eher starre Verhaltensmuster entwickelten, aßen gestresste Weibchen mehr Süßes, behielten aber ihre Flexibilität. Auch im Gehirn verliefen die Veränderungen gegensätzlich: Bei Männchen nahm die Aktivität in den Stresszentren zu, bei Weibchen wurde sie weniger.
Das alles haben die Forschenden mit menschlichen Hirndaten verglichen - und ähnliche Muster festgestellt. Sie sagen, ihre Studie stellt damit die bisher stark auf Männer ausgerichtete Forschung infrage.
