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Infektionen mit Humanen Papillomviren - kurz HPV - sind weltweit stark verbreitet. Oft wird eine Infektion nicht bemerkt. Sie kann aber Warzen verursachen und erhöht das Risiko für bestimmte Tumore, vor allem Gebärmutterhalskrebs.

Seit einigen Jahren gibt es eine Impfung gegen HPV. Wie wirksam die ist, unterstreicht jetzt wieder eine neue Untersuchung aus Schottland. Dort werden Mädchen seit 2008 routinemäßig dagegen geimpft und später regelmäßig auf Erkrankungen der Gebärmutter untersucht.

Für die Studie wurden Daten von über 130.000 Frauen ausgewertet, die mit 20 auf Anzeichen von Gebärmuttererkrankungen untersucht worden sind. Das Ergebnis: Die Frauen, die mit 12 oder 13 gegen HPV geimpft worden waren, waren deutlich seltener von Erkrankungen der Gebärmutter betroffen. Das Risiko dafür war rund 90 Prozent geringer als bei nicht geimpften Frauen. Die Studie im British Medical Journal zeigt auch, dass Mädchen, die im jungen Alter geimpft wurden, besser geschützt sind als Mädchen, die sich erst mit 17 impfen ließen.

Das Team schreibt, die Ergebnisse zeigen, wie Effektiv und entsprechend wichtig die HPV-Impfung ist.

Auch in Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission die Impfung - mittlerweile nicht nur für Mädchen zwischen neun und 14 Jahren, sondern auch für Jungen in diesem Alter.

Man kann sich bei jedem intimen Hautkontakt mit HP-Viren anstecken, nicht nur beim Geschlechtsverkehr. Selbst Kondome schützen nicht zuverlässig vor HPV, weil sie nicht alle Hautstellen abschirmen, die befallen sein können.