Wenn es um öffentliche Debatten geht, dann ist mittlerweile oft von Polarisierung die Rede.

Meinungen zu Themen wie zum Beispiel Migration stehen sich demnach immer öfter unversöhnlich gegenüber. Zwei Soziologinnen der FU Berlin und der Uni Hannover haben das anhand einiger Reizthemen untersucht. In einem Fachjournal schreiben sie, dass sie gesamtgesellschaftlich betrachtet keine Beweise für eine zunehmende Polarisierung in Deutschland gefunden haben.

Untersucht wurden die Themen Migration, Europäische Union, offene Märkte und Umweltschutz. Dazu haben die Forscherinnen unter anderem Umfragen eines Politbarometers der letzten 30 Jahre ausgewertet. Ein Beispiel: Beim Thema Einwanderung ist die Meinung in Deutschland in den letzten Jahren bei einer Mehrheit differenzierter geworden. Außerdem sehen mittlerweile mehr Menschen das Thema positiv, Gegner und Gegnerinnen sind weniger geworden.