Rassismus kommt oft versteckt daher. Offenbar auch in deutschen Behörden.

Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Leipziger Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt. Zwischen 2021 und 2024 haben die Forschenden rund 13.000 Beschäftigte befragt, unter anderem in Jobcentern, Ausländerbehörden, bei Polizei und Zoll, in Justiz und Jugendämtern.

Dabei kam raus: Rassistische Diskriminierung war in allen Institutionen in der Studie nachweisbar. Sie zeigte sich selten in offenen Anfeindungen, sondern steckte in Routinen, Entscheidungsspielräumen und in der Organisationskultur. Menschen, die nicht so gut deutsch sprechen, wurde zum Beispiel offenbar seltener proaktiv bei Anträgen geholfen.

Die Forschenden empfehlen unter anderem, dass unabhängige Beschwerdestellen eingerichtet werden und dass Behörden aktiv Menschen mit eigenen Diskriminierungserfahrungen einstellen, und zwar auf allen Hierarchieebenen im öffentlichen Dienst.