Wie viel Neues eine Gesellschaft hervorbringt - das hängt stark davon ab, wie viel Freiheit sie der Wissenschaft einräumt.

Das zeigt eine Studie im Fachmagazin Plos One. Die Forschenden haben das Verhältnis von Wissenschaftsfreiheit zu Innovationskraft analysiert. Datengrundlage war der internationale Academic Freedom Index. Den glichen sie ab mit den Patent-Anmeldungen aus mehr als 150 Ländern in den letzten gut hundert Jahren.

Rauskam, dass Länder, in denen die Wissenschaft frei arbeiten kann, auch vorne lagen bei Patentanmeldungen. Hatte sich die akademische Freiheit verbessert, erhöhte sich auch die Zahl der Patentanmeldungen.

Aber: Zwischen 2011 und 2021 hat sich zum ersten Mal die Wissenschaftsfreiheit weltweit verschlechtert. Nicht nur in Diktaturen, sondern auch in demokratischen Staaten, in denen populistische Parteien an Einfluss gewonnen haben. Die Forschenden sprechen von einem alarmierenden Zeichen. Wer die Freiheit von Wissenschaft einschränkt, gefährde Fortschritt und Wohlstand, sagen sie.