Bäume in der Nachbarschaft zu haben, ist gesund.

Und zwar nicht nur, weil es schöner, kühler und die Luftqualität besser ist, sondern auch, weil dadurch die Entzündungswerte im Blut gesenkt werden. Das haben Forschende in den USA in einem Projekt, das seit 2018 läuft, untersucht. Dafür haben sie sich mehrere Viertel im Süden von Louisville in Kentucky rausgesucht und dort 745 Teilnehmende gesundheitlich durchgecheckt. Außerdem wurde geschaut, wie viele Bäume und Büsche es in der Umgebung schon gab und wie hoch die Luftverschmutzung war.

Dann wurden in einigen Vierteln mehr als 8000 Bäume gepflanzt, in anderen nicht. Bei den Gesundheitschecks nach der Baumpflanz-Aktion hatten die Bewohner, die in den begrünten Vierteln wohnten, einen bis zu 20 Prozent niedrigeren Wert für Entzündungen. Dieser Wert ist ein guter Indikator für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und bestimmte Krebsarten. Die Forschenden sagen, dass dadurch das Risiko, an einer dieser Krankheiten zu sterben, für die Teilnehmenden um zehn bis 15 Prozent gesunken ist.

Das Projekt wurde von einem der teilnehmenden Professoren auf der jährlichen Konferenz der Internationalen Gesellschaft für Umweltepidemiologie vorgestellt.