In den USA haben heute weniger Kinder eine Erdnuss-Allergie als noch vor zehn Jahren.

Die Fallzahl ist um 40 Prozent zurückgegangen, sagt das Kinderkrankenhaus in Philadelphia. Sein Team hat über 120.000 elektronischen Patientenakten ausgewertet und kommt zum Schluss: Der Rückgang liegt daran, dass Ärzte ihre Empfehlungen geändert haben.

Denn Jahrzehnte hieß es, dass Kinder besonders allergie-auslösende Lebensmittel erst ab dem Alter von drei Jahren essen sollen. Aber inzwischen ist klar: Gerade das fördert Allergien. Um Lebensmittel-Allergien zu vermeiden, sollten Kinder jetzt schon im ersten Lebensjahr möglichst viele verschiedene Nahrungsmittel essen, damit ihr Immunsystem die Stoffe als "unschädlich" abspeichert.

Die Forschenden schreiben, dass diese Erkenntnis zehntausenden Kindern geholfen hat. Deshalb lösen Erdnüsse in den USA inzwischen nicht mehr die meisten Lebensmittelallergien aus - das machen jetzt Eier.