Denn das Team aus der Schweiz hat gestört, dass die Fruchtbarkeit von Frauen bisher oft nur in spezialisierten Kinderwunschkliniken geprüft wird. Das führt laut den Forschenden dazu, dass Millionen von Frauen nicht wissen, wie viele Eizellen sie noch haben, um Kinder bekommen zu können. Das ist nämlich individuell sehr unterschiedlich: Manche Frauen können auch spät noch schwanger werden, andere nicht.
Deshalb haben die Forschenden jetzt einen Fruchtbarkeitstest entwickelt, der in Menstruationsbinden drinsteckt, sodass jede Frau ihn nutzen kann. Das Blut wird genutzt, um ein bestimmtes Hormon zu messen - das Anti-Müller-Hormon, kurz AMH. Die Forschenden erklären auf der Plattform medRxiv, dass ihr Test ähnlich funktioniert wie ein Corona-Test: Er liefert also direkt ein Ergebnis und zeigt das in Form eines Strichs an: Je dunkler der Strich, desto höher die Fruchtbarkeit.
Die Studie muss noch von anderen Forschenden geprüft werden. Die Test-Auswertung funktioniert laut den Forschenden gut mit dem bloßen Auge. Zusätzlich haben sie eine Smartphone-App entwickelt, die hilft, das Ergebnis noch genauer zu analysieren.
