Aber obwohl wir das eigentlich wissen, erkranken weltweit immer mehr Menschen an nicht übertragbaren Krankheiten wie Diabetes, Krebs oder chronischen Atemwegserkrankungen. Ein wichtiger Grund dafür ist, dass die Industrie uns ein gesundes Leben enorm schwer macht, schreibt ein Team von der Uni Sydney in einer Übersichts-Studie. Die Forschenden bezeichnen fünf Industriezweige als starken Treiber für immer mehr Krankheitsfälle: fossile Brennstoffe, Tabak, hochverarbeitete Lebensmittel, Chemie und Alkohol. Und zwar nicht nur, weil diese Unternehmen gesundheitsschädliche Produkte herstellen, sondern weil ihre Strategien Menschen krank machen: Die Firmen verharmlosen zum Beispiel, wie schädlich ihre Produkte in Wirklichkeit sind, beeinflussen Studien zu ihrem Vorteil oder verschleiern Ergebnisse. Außerdem verhindern sie mit Lobbyarbeit, dass die Politik die schädlichen Produkte höher besteuert, verbietet oder einschränkt.
Die Forschenden sagen, die Strategien der Unternehmen sollten in Forschung zu öffentlicher Gesundheit als eigenständiger Risikofaktor betrachtet werden.
