In deutschen Krankenhäusern und Pflegeheimen sind viele Patienten mangelernährt.

Das sagt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Sie bezieht sich dabei auf Untersuchungen aus den Jahren 2006 bis 2018. Demnach gibt es Zeichen für Mangelernährung bei einem Viertel der Heimbewohnerinnen und -bewohner sowie bei fast einem Drittel der Krankenhauspatienten. Dazu zählen zum Beispiel Erschöpfung, langsame Bewegungen und Gewichtsverlust.

Mangelernährung wirkt bei Betroffenen auch negativ auf ihren Krankheitsverlauf. Laut den Experten zeigen die neuesten Studienwerte, dass nur zehn Prozent der teilnehmenden Klinikstationen und 30 Prozent der Pflegeheime eine Diätassistenz haben. Das ist speziell ausgebildetes Personal für ernährungstherapeutische Betreuung. In anderen europäischen Ländern gibt es so etwas häufiger.

Deshalb fordern die Experten, dass Ernährung in deutschen Kliniken und Pflegeheimen dringend verbessert werden muss.