Mikroplastik ist überall - sogar im Gehirn.

Und das könnte Folgen haben. Chinesische Forschende haben eine Mikroplastik-Studie mit Mäusen durchgeführt und im Fachjournal Science Advances veröffentlicht. Dabei kam raus, dass es nur zwei Stunden dauert, bis aufgenommenes Mikroplastik in den Blutgefäßen im Gehirn ankommt. Dort angekommen, schreiben die Forschenden, hätten Immunzellen die Plastikpartikel aufgenommen und kleine Blutäderchen verstopft.

Wenige Stunden später, hätten sich die Mäuse weniger und langsamer bewegt, als Mäuse, die kein Mikroplastik bekommen haben. Außerdem war laut Studie ihr Arbeitsgedächtnis schlechter. Bis zu einer Woche hielten die Auswirkungen an.

An der Studie unbeteiligte Forschende meinen, dass die Ergebnisse nicht unbedingt auf den Menschen übertragen werden können. Sie kritisieren außerdem, dass die chinesischen Forschenden unnatürlich viel Mikroplastik genutzt hätten. Die wiederum berufen sich auf eine ältere Studie, wonach so eine Mikroplastikkonzentration auch in menschlichem Blut vorkommen kann.

Es ist schon länger bekannt, dass Mikroplastik bei Mäusen zu Schlaganfällen führen kann. Auch bei Menschen gilt es als ein Risikofaktor.