Möglicherweise könnte es aber auch bei chronischen Schmerzen helfen. Für eine Übersichtsstudie im Fachmagazin Pain haben Forschende 23 Studien ausgewertet mit Daten von über 2000 Personen. Die Teilnehmenden litten zum Beispiel an Rückenschmerzen oder Arthrose.
Wer vorm Schlafengehen Melatonin einnahm, hatte danach weniger Schmerzen - ähnlich wie bei einem gängigen Schmerzmittel. Gleichzeitig verbesserte sich der Schlaf der Studienteilnehmenden. Das passt, denn: Wer Schmerzen hat, schläft schlechter - und schlechter Schlaf verstärkt wiederum die Schmerzen.
Besser nicht nachmachen
Die Forschenden sagen, dass Melatonin helfen könnte, weniger
Schmerzmittel einzunehmen - schließlich sei es gut verträglich. Das Team
rät aber davon ab, selbst damit zu experimentieren - auch weil unklar
ist, wie hoch die richtige Dosis dafür sein muss. In den Untersuchungen schwankte sie zwischen einem und zehn Milligramm.
