Ein schwacher Händedruck ist nicht nur irgendwie unangenehm, wenn man jemandem die Hand gibt - sondern kann auch Zeichen sein für ernsthafte gesundheitliche Probleme.
Das schreibt ein Forschungsteam aus Österreich im Fachmagazin BMJ Open. Sie nennen die Stärke eines Händedrucks ein effektives Screening-Tool für die Gesundheit, ähnlich wie den Blutdruck. Dabei unterscheide sich die Kraft eines Händedrucks je nach Geschlecht, Alter und Größe einer Person.
Ziel der Forschenden war, konkrete Messwerte zu finden, durch die Ärztinnen und Ärzte erkennen können, ob sie Patienten ausführlicher untersuchen sollten oder sogar weiterüberweisen. Teilnehmende mussten ein Gerät zur Kraftmessung (Dynamometer) mit der Hand drücken. Die Forschenden schlagen vor, das in Arztpraxen einzusetzen. Denn ein schwacher Händedruck zeigt niedrige Muskelkraft und kann zum Beispiel mit Herz- und Lungenproblemen zusammenhängen.
