Cannabis wird in der Medizin schon bei verschiedenen Leiden eingesetzt - zum Beispiel chronischen Schmerzen.

Bald könnte eine weitere Erkrankung dazu kommen: die posttraumatische Belastungsstörung PTBS. Sie kann nach heftigen Erfahrungen, zum Beispiel im Krieg, nach Vergewaltigungen oder anderen Gewalttaten entstehen. Betroffene durchleben das, was passiert ist, oft in Albträumen wieder. Und das kann zu extremen Schlafstörungen führen.

Helfen kann offenbar der Cannabis-Wirkstoff THC. An der Berliner Charité ist das mit 170 PTBS-Patientinnen und -Patienten getestet worden. Für die Studie bekam eine Gruppe THC-Tropfen, die andere ein Placebo, das auch nach Cannabis schmeckte. In der THC-Gruppe sank die Belastung durch Albträume deutlich stärker als in der Placebo-Gruppe. Mehr als ein Drittel der Behandelten hatte nach zehn Wochen gar keine Albträume mehr. In einer weiteren Studie soll jetzt untersucht werden, ob THC Traumatisierten auch über längere Zeiträume hilft.