In unseren Pflege- und Kosmetikprodukten stecken oft Stoffe, die zwar zugelassen, aber potenziell gesundheitsschädlich sind.

Forschende im französischen Grenoble baten rund 100 Studentinnen, fünf Tage lang keine Kosmetik- und Pflegeprodukte zu nutzen - beziehungsweise nur bestimmte Alternativen, die keinerlei synthetische Phenole, Parabene und einige andere Stoffe enthielten.

Die Analyse ihrer Urinproben zeigt: Schon nach diesen wenigen Tagen hatten die Studentinnen weniger Schadstoffe im Urin. Unter anderem wurden 30 Prozent weniger Methylparabene nachgewiesen. Das ist ein Konservierungsmittel, das aber auch die Hormone beeinträchtigen kann. Bisphenol-A, das ebenfalls hormonaktiv ist, war sogar rund 40 Prozent weniger im Urin. Bisphenol-A ist als Inhaltsstoff in Pflege- und Kosmetikprodukten in der EU eigentlich verboten. Aber über die Innenbeschichtung der Verpackung kann es trotzdem in die Produkte gelangen.

Die Forschenden empfehlen strengere Vorschriften, was die Inhaltsstoffe von Pflege- und Kosmetikprodukten angeht, als auch die Verpackung.