Beobachtungen zeigen, dass das Raumfahren das Immunsystem schwächt.

Einen möglichen Grund dafür beschreibt ein Wissenschaftsteam im Fachmagazin Frontiers in Immunology. Die Forschenden haben die weißen Blutkörperchen von 14 Astronautinnen und Astronauten untersucht. Dafür nahmen sie ihnen Blut vor, während und nach ihrem Aufenthalt auf der Internationalen Raumstation ISS ab.

Dabei zeigte sich, dass sich die Expression vieler Gene in den Blutkörperchen zeitgleich änderte - einmal bei der Ankunft im All und dann bei der Rückkehr zur Erde. Ein Teil dieser Gene steht im Zusammenhang mit Immunität, ein anderer Teil mit Zell-Strukturen und -Funktionen.

Die Forschenden schreiben, dass das erklärt, warum sich das Immunsystem kurz nach der Ankunft im All schwächt - nach Rückkehr zur Erde aber bald wieder normalisiert. Teils nach wenigen Wochen, spätestens aber nach einem Jahr. Anhand der Ergebnisse wollen sie jetzt prüfen, welche Maßnahmen ergriffen werden können, um zu verhindern, dass das Immunsystem im Weltall runterfährt.