Nanoplastik beeinträchtigt offenbar die Wirksamkeit von Medikamenten.

Das zeigt eine Studie im Fachmagazin Scientific Reports. Dafür hat ein internationales Forschungsteam verschiedene kleinste Nanoplastikteilchen aus den gängingen Kunststoffen Polyethylen, Polypropylen, Polystyrol und Nylon mit Tetracyclin in Verbindung gebracht. Tetracyclin ist ein Breitbandantibiotikum, das gegen viele bakterielle Infektionen - etwa der Atemwege, der Haut oder des Darms - eingesetzt wird.

Antibiotikum könnte Wirkung verlieren

Mit Hilfe von Computermodellen konnte das Team nachweisen, dass die weniger als 0,001 Milimeter großen Plastikpartikel Tetracyclin binden und so beeinträchtigen können, wie wirksam das Antibiotikum ist. Gleichzeitig könnte das dazu führen, dass das Antibiotikum an die falschen Stellen im Körper transportiert wird. Dadurch könnte es seine gezielte Wirkung verlieren und möglicherweise andere unerwünschte Effekte hervorrufen. Besonders stark war die Bindung an Nylon, das sich in vielen Textilien wiederfindet.

Die Forschenden schließen daraus, dass Nanoplastik nicht nur ein direktes Gesundheitsrisiko darstellt, sondern auch weiter erforscht werden muss, wie es indirekt die Therapie von Erkrankungen beeinflussen kann.