Forschende aus München arbeiten an einem Screening-Werkzeug, bei dem ein Tropfen Blut reicht, um eine ganze Reihe an Diagnosen stellen zu können. Das Blut wird mit Infrarotlicht analysiert: So entsteht quasi ein Fingerabdruck aller Moleküle im Blutplasma. Und Computeralgorithmen finden dann heraus, wer zum Beispiel Anzeichen für Diabetes oder Bluthochdruck hat.
Gemeinsam mit dem Helmholtz Zentrum München, haben die Forschenden diese Technik jetzt an mehr als 3.000 Menschen getestet. Sie stellten fest: Der Algorithmus konnte auch bei dieser Vielzahl an Menschen tatsächlich mehrere chronische Krankheiten erkennen. Er konnte aber auch Menschen herausfiltern, die gesund sind. Die Forschenden sagen: Auch das ist interessant, wenn man den Gesundheitszustand einer Bevölkerung untersuchen will.
Noch ist die Technik nicht so ausgefeilt, dass sie in Arztpraxen eingesetzt werden kann. Aber die Forschenden sagen: Ein Grundstein ist gelegt.