Menschen, die seit Jahren zum gleichen Hausarzt gehen, landen seltener in der Notaufnahme und verursachen weniger Krankenhauskosten.

Das ist das Ergebnis einer Studie aus den Niederlanden. Dafür wurden Daten von rund 100.000 Patientinnen und Patienten in und um Amsterdam ausgewertet.

Wer länger als fünf Jahre beim gleichen Hausarzt war, hatte eine rund 10 bis 20 Prozent geringere Wahrscheinlichkeit, in die Notaufnahme zu müssen.

Und ein Krankenhausaufenthalt war im Schnitt auch billiger, nämlich knapp 20 bis 30 Prozent, verglichen mit Menschen, die nur kürzer bei ein und derselben Hausarztpraxis waren. Die Studie erschien in The Annals of Family Medicine.

Nicht auf alle Länder übertragbar

Wie übertragbar die Ergebnisse auf andere Länder sind, hängt aber an der Art der Gesundheitsversorgung.

In Deutschland gibt es die hausarztzentrierte Versorgung, bei der Patientinnen und Patienten immer zuerst zur Hausarztpraxis gehen sollen.

Eine Datenauswertung aus 10 Jahren mit mehr als 8 Millionen Versicherten hat gerade erst ergeben, dass dieses Modell die Gesundheitsversorgung teurer macht. Trotzdem überlegt die Bundesregierung, ein ähnliches Modell verpflichtend für alle gesetzlich Versicherten einzuführen.