Windeln wechseln, Spucke, Schnodder – bei den Sachen, mit denen Eltern täglich zu tun haben, müssen sie manchmal hart im Nehmen sein.

Eine Studie im Scandinavian Journal of Psychology zeigt: Sie werden es mit der Zeit!

Die Forschenden haben Eltern und Kinderlose verglichen. Eltern von Kindern, die schon feste Nahrung essen, ekelten sich deutlich weniger vor Ausscheidungen – nicht nur bei ihren eigenen Kindern, sondern auch generell. Offenbar gewöhnt sich das Gehirn durch monatelange, unvermeidbare Erfahrung daran.

Ekel als Schutzmechanismus

Bei Eltern von Säuglingen, die nur Milch bekommen, ist dieser Effekt allerdings noch nicht da. Die Forschenden vermuten einen Schutzmechanismus – stärkerer Ekel der Eltern könnte sie vorsichtiger machen und so die Babys in dieser besonders empfindlichen Phase vor Krankheiten bewahren.

Die Forschenden sagen, dass Ekel sich nicht wegdenken oder kurzfristig "abtrainieren" lässt. Dass er aber durch dauerhafte Erfahrung abnimmt, könnte auch helfen, Menschen in Pflege- oder Gesundheitsberufen besser zu unterstützen.