Entweder sie legen Eier oder sie bringen ihre Babys lebend zur Welt - bei den meisten Wirbeltieren ist die Art der Fortpflanzung klar festgelegt.
Anders scheint das bei bestimmten Glattechsen in Australien zu sein. Die können offenbar aus beiden Fortpflanzungsstrategien wählen. Ein Forschungsteam hat beobachtet, dass manche Exemplare erst Eier legten. Aus denen schlüpften nach spätestens zwei Wochen die Jungtiere. Ein paar Wochen später brachte die gleiche Glattechse ein voll entwickeltes Baby zur Welt - umschlossen von einer dünnen, transparenten Haut, die es anderthalb Tage nach der Geburt verließ. Die Forschenden sagen, dass so eine gemischte Fortpflanzung noch bei keinem anderen Wirbeltier nachgewiesen wurde.
Sie vermuten, dass je nach Umgebung und Umweltbedingungen mal die eine, mal die andere Strategie vorteilhafter sein kann. Die Flexibilität hilft den australischen Glattechsen auf jeden Fall, genug Nachwuchs zu produzieren.
