Volles Haar oder Glatze schon in jungen Jahren - das hängt bei Männern meist mit ihren Genen zusammen.

Dazu wurden auch schon etliche genetische Varianten entdeckt, die häufiger bei Männern vorkommen. Aber jetzt haben Forschende der Uni Bonn auch einige seltene Genvarianten identifiziert, die wohl die Glatzenbildung fördern.

Zehntausende Sequenzen analysiert

Für ihre Studie haben die Forschenden mehr als 72.000 Erbgut-Sequenzen analysiert. Die stammen aus der UK Biobank, von britischen Männern zwischen 39 und 82 Jahren - und zwar mit und ohne Haarausfall. Die Forschenden haben nach Unterschieden in den Genen dieser beiden Gruppen gesucht.

Erblicher Haarausfall

Sie konnten fünf Gene identifizieren, deren seltene Varianten offenbar eine wesentliche Rolle spielen für erblichen Haarausfall bei Männern. Die Erkenntnisse sollen helfen, die Ursachen besser zu verstehen. Die Forschenden hoffen außerdem, dass damit das Risiko für Haarausfall besser vorhergesagt werden kann und mögliche individuelle Therapien gefunden werden.