Glitzerpartikel landen überall und sind eine erhebliche Quelle von Mikroplastik - deshalb wurde Glitzer aus Kunststoff auch vor einem Jahr in der EU verboten.

Jetzt zeigt eine Studie im Fachmagazin Chemosphere nochmal, warum das sinnvoll war. Forschende haben untersucht, welche Effekte zwei Glitzer-Varianten in verschiedenen Konzentrationen haben - und zwar auf Bodenlebewesen, die millimetergroßen Springschwänze. Die sind wichtig für die Gesundheit der Böden, denn sie ernähren sich von Mikroorganismen wie Bakterien und Pilzen und tragen so dazu bei, dass organische Stoffe zersetzt werden.

Ergebnis: Ein umweltfreundlicher Glitzer aus Zellulose hatte offenbar keinen Einfluss auf die Springschwänze. Aber wenn Glitzer aus Kunststoff im Boden war, dann produzierten die Springschwänze deutlich weniger Nachkommen. Das könnte wiederum beeinflussen, wie gut Pflanzen wachsen. Die Forschenden wollen als nächstes untersuchen, welche Auswirkungen der umweltfreundliche Zellulose-Glitzer bei Gewässern hat.

Der Glitzer aus Zellulose wurde entwickelt an der britischen Cambridge University. Er wird produziert aus einem dünnen Zellulosefilm - einer Zucker-Art, die natürlich in Baumwolle und Holz vorkommt. Dieser Zellulosefilm wird dann zerkleinert in winzige Kristallstrukturen. In der EU werden schon länger verschiedene umweltfreundliche Glitzer-Varianten produziert.