Asiatische Hornissen, Kirschessigfliegen, Waschbären oder Riesen-Bärenklau – solche invasive Arten machen in Deutschland Ärger.

Doch die größten Schäden durch eingeschleppte Tiere, Pflanzen und Pilze entstehen woanders. Das zeigt eine neue Science-Studie aus der Schweiz, von der Uni Fribourg. Besonders krasse Probleme machen invasive Arten in Afrika, Asien und Südamerika. Arten, die in wohlhabenden Ländern des Globalen Nordens und im Globalen Süden vorkommen, verursachen dort im Schnitt um 50 Prozent schwerere Umweltschäden. Das sagt einer der beteiligten Forscher.

Ein Grund: Mehr Handel und schnelles Wirtschaftswachstum bringen neue Arten in ärmere Länder. Gleichzeitig fehlen dort oft Geld und Strukturen, um sie zu stoppen. Die Forschenden fordern deshalb mehr internationale Zusammenarbeit, um bedrohte Ökosysteme besser zu schützen.