Der Great Pacific Garbage Patch ist ein riesiger Müllstrudel im Pazifik mit geschätzt Billionen von Plastikteilen.

Außer Plastikmüll könnten sich dort durch die Strömung aber auch eine ganze Reihe Lebewesen angesammelt haben, nämlich kleinste Organismen, die in einer dünnen Schicht direkt unter der Wasseroberfläche leben. Darauf macht ein Wissenschaftsteam aus den USA aufmerksam. Zu den betroffenen Arten zählen zum Beispiel die Blaue Ozeanschnecke oder die Segelqualle.

Problem für Vögel und Ocean-Cleaner

Die Forschenden haben Wasserproben aus dem Garbage Patch analysiert, die der französische Langstreckenschwimmer Benoît Lecomte 2019 bei einer Umweltschutzaktion im North Pacific Garbage Patch entnommen hat. Ergebnis: Im Zentrum des Müllstrudels war die Konzentration der Organismen zehn Mal höher als in seiner Umgebung. Laut den Forschenden könnte das ein Problem zum Beispiel für Meeresschildkröten und Vögel werden, die die kleinen Lebewesen fressen - sie könnten dann auch Plastikteile mit verschlucken. Andererseits hätten dann aber auch großangelegte Müllsammel-Aktionen wie von der Organisation "The Ocean Cleanup" ihre Schattenseiten, weil dabei nicht nur das Plastik sondern auch die Organismen aus dem Meer geholt werden.

Die Studie ist auf dem Preprint-Server Biorxiv erschienen.