Viele Menschen besitzen ein Auto, obwohl es sie finanziell stark belastet.

Das geht aus einer Auswertung von Studiendaten hervor, die die Umweltorganisation Greenpeace beim Öko-Institut in Auftrag gegeben hat. Demnach sagen bis zu 19 Prozent der europäischen Bevölkerung, dass sie zum Besitz eines Autos gezwungen sind, weil die Alternativen fehlen - also ein gutes Angebot von Bussen und Bahnen.

Eine weitere Zahl aus der Untersuchung: Fehlende Bus- und Bahnverbindungen schneiden mehr als die Hälfte der Menschen in Europa vom öffentlichen Nahverkehr ab. Beim Blick auf Deutschland fällt auf, dass die Lage teils schlechter ist als im europäischen Durchschnitt. Zum Beispiel nutzen hier nur 11 Prozent der Menschen täglich Bus und Bahn. Hauptgrund ist laut Greenpeace, dass vor allem ländliche Regionen schlecht angebunden sind.

Die Organisation fordert, den Nahverkehr gezielt auszubauen und ihn durch ein günstiges Deutschlandticket attraktiver zu machen.