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Wo viele Menschen sind, breiten sich auch Krankheiten schneller aus: In großen Städten schneller als in kleinen - so eine Annahme.

Klingt logisch. Ist aber nicht ganz richtig: US-Forscher haben herausgefunden, dass sich Grippe-Viren in kleineren, weitläufigeren Städten wie Atlanta oder Nashville rasanter ausbreiten und es im Winter öfter zu kurzen, aber heftigen Ausbrüchen kommt als in sehr dicht besiedelten Städten wie New York.

Das liegt laut den Forschern an der Bevölkerungsdichte, aber auch am Wetter. Grippe-Viren überleben länger in der Luft, wenn sie kühl und trocken ist. Deswegen ist der Winter die Grippe-Saison. Wenn viele Menschen dicht aufeinander wohnen, sind die Viren aber laut den Forschern nicht mehr so vom Wetter abhängig, weil sie dann schneller von Mensch zu Mensch wandern können und sowieso nicht so lange in der Luft unterwegs sind.

Das heißt: In einer Stadt wie New York gibt's zwar im Winter auch Grippe-Fälle, die Saison verläuft aber ohne große Wellenbewegungen. Die Forscher meinen, dass sie mit ihrem Modell jetzt Grippe-Epidemien besser vorhersagen können.