Das befürchten Forschende im Fachmagazin Nature Communications. Weil es das zweite Jahr in Folge nur wenige Grippefälle gibt, ist die Immunität in der Bevölkerung entsprechend schwach. Das könnte besonders für Kinder problematisch sein, die nun ihre ersten prägenden Grippeinfektionen verpassen.
Hinzu kommt das Problem, dass die Grippe-Impfstoffe jedes Jahr angepasst werden. Durch die ausgebliebenen Wellen kann es aber noch schwieriger werden, passgenaue Impfstoffe herzustellen.
Hauptgrund für die geringere Verbreitung von Grippe-Viren sind unter anderem die Corona-Maßnahmen.
In Deutschland wurden laut RKI seit Anfang Oktober 2021 weniger als 5000 im Labor bestätigte Grippefälle gemeldet. Die Fallzahlen haben in den letzten Wochen aber stark zugenommen, ähnlich wie in anderen europäischen Ländern. Ob sich noch eine richtige Grippewelle entwickelt, können die Forschenden nicht sagen. Je wärmer es wird, desto unwahrscheinlicher wird das aber.
