Forschende konnten jetzt anhand früher eingefrorener Mikroben Landwirtschaft, Robbenjagd und sogar die Nutzung von Toiletten rekonstruieren. Ihre Ergebnisse haben sie im Fachmagazin Frontiers in Microbiology veröffentlicht.
Analysiert haben sie mehrere Abfallhaufen aus den letzten 4.500 Jahren, die durch den Klimawandel wieder aufgetaut sind. Dort fanden sie mehr als 1.200 Bakterienarten, darunter auch Krankheitserreger und Gene für Antibiotikaresistenzen.
Einerseits sagen die Forschenden, dass von denen aktuell kaum eine Gefahr ausgeht, weil sie sich nach dem Auftauen kaum weiter verbreitet haben. Andererseits sind sie unsicher, ob das auch bei weiter steigenden Temperaturen so bleibt. Ihre Empfehlung ist deshalb, solche Mikrobiome regelmäßig bei archäologischen Untersuchungen mit zu überwachen.
