Die Textil- und die Bauindustrie haben ein großes Umweltproblem. Beide Sektoren verbrauchen enorme Ressourcen und produzieren viel Abfall. Forschende der Technischen Universität Kaunas in Litauen tüfteln an einer Lösung.
Sie zeigen, wie Textilabfälle Zement besser machen können. Einmal habe sie direkt zerkleinerte Textilfasern in den Beton gemischt. Im Ergebnis war die Mischung deutlich stabiler als klassischer Beton und zwar um rund 20 Prozent.
Ein anderer Ansatz spielt damit, die Textilabfälle als Brennstoffersatz zu verwenden. Denn durch Erhitzen der Textilabfälle lässt sich ein Material mit ziemlich hohem Brennwert herstellen. Damit könnten die Kalköfen befeuert werden - statt mit Kohle oder Gas. Und am Ende kann die daraus resultierende Asche auch noch dem Beton beigemischt werden. Das spart nicht nur fast acht Prozent klassisches Beton-Material - sondern macht das Endprodukt auch druckfester.
