Bis jetzt: Ein Forschungsteam der Uni Virginia hat nun einen Weg gefunden, dass beides klappt. Die Forschenden schreiben im Fachmagazin Science Advances, dass sie sehr dehnbare Gummisorten herstellen können, die nicht ausleiern und immer wieder ihre ursprüngliche Form annehmen - auch wenn sie unzählige Male verformt werden.
Der Trick ist eine veränderte Vernetzung der Moleküle: Bei früheren Gummisorten waren die einzelnen Moleküle des Gummis nur schlicht miteinander vernetzt. Die neue Methode vergleichen die Forschenden mit einer Flaschenbürste. Das heißt, da ist ein gedrehter Molekülstrang in der Mitte, von dem viele kürzere Stränge wie Borsten zur Seite abgehen. Bei Dehnung entfaltet sich der Strang in der Mitte und die Borsten sorgen dann dafür, dass er sich wieder zusammenfaltet. So leiern auch sehr weiche Gummis nicht aus.
Laut den Forschenden kann die Methode auch bei verschiedenen Kunststoffen angewendet werden.