Der römische Bäcker vor 2000 Jahren hat sich sicher geärgert, dass ihm sein Brot verbrannt ist. Forschende von heute freut es.

Sie haben in der Schweiz ein Brot ausgegraben, das wohl mal für römische Legionäre gebacken wurde – zumindest halten sie mehrere verkohlte Überreste für Fladenbrot aus dem 1. Jahrhundert nach Christus. Dieser Zustand ist aber auch der Grund dafür, dass es so lange überdauert hat. Das Verbrannte konserviert: Römische Brote wurden deshalb bisher zum Beispiel in Pompeji gefunden – der Stadt, die durch einen Vulkanausbruch begraben wurde.

Den Forschenden der Aargauer Kantonsarchäologie gibt unter anderem dieser Fund Hinweise darauf, wie der Alltag der römischen Soldaten lief. Gebacken wurde wohl in kleinen Gemeinschaften in den Wohnzelten von bis zu acht Männern.