Haie haben schon einmal einen Klimawandel überlebt - vor mehr als 90 Millionen Jahren, in der Kreidezeit.

Ein Team und ein Forscher der Universität Kalifornien aus den USA haben ermittelt, wie - und zwar durch einen anderen Körperbau und einen anderen Lebensraum. Nach den Ergebnissen einer Studie verließen mehrere Haiarten die bodennahen Zonen des Meeres und eroberten stattdessen das offenen Meer. Das führte dazu, dass sie auch längere Brustflossen erhielten.

Heute schnellerer Klimawandel

Was so kompakt klingt, war eine Entwicklung über gut zwei Millionen Jahre. Deshalb ist der Klimawandel aus der Kreidezeit laut den Forschende auch nicht mit der Situation von heute vergleichbar, wo sich die Erde innerhalb weniger Jahrzehnte erwärmt hat.

In der Kreidezeit hatten wohl Meeresetemperaturen von 28 Grad dafür gesorgt, dass es am Meeresboden mehr Zonen mit zu wenig Sauerstoff gab - Überleben ist dann kaum noch möglich. In der Kreidezeit gab es auch deutlich mehr CO2 in der Luft als heute - und der Meeresspiegel lag etwa 170 Meter höher.